„Qi“ – unsere Lebensenergie
Die fünf Kernfunktionen des „Qi“:
- Antriebsfunktion (Tätigkeit): Regt das Wachstum und die Entwicklung des menschichen Körpers an, treibt die physiologische Aktivität der Zang- und Fu-Organe sowie der Meridiane an und fördert die Blutbildung und -zirkulation sowie die Verteilung und den Stoffwechsel der Körperflüssigkeiten. Bei einem Qi-Mangel kommt es leicht zu Verzögerungen im Wachstum und in der Entwicklung oder zu einer Funktionsschwäche der Zang- und Fu-Organe.
- Wärmende Wirkung (Wärmeerzeugung): Aufrechterhaltung der normalen Körpertemperatur, wodurch Zang- und Fu-Organe, Meridiane wie Gliedmaßen und Knochen warm gehalten werden. Bei ausreichendem Qi bleibt die Körpertemperatur konsant; bei Qi-Mangel kommt es leicht zu kalten Händen und Füßen oder Kälteempfindlichkeit.
- Festigende und regulierende Wirkung (Kontrolle): Bindet und kontrolliert die Körperflüssigkeiten, verhindert, dass Blut unkontrolliert aus den Gefäßen austritt (z.B. bei Blutungen), und reguliert die Sektretion und Ausscheidung von Schweiß, Urin, Speichel usw. Gleichzeitig stabilisiert es die Position der inneren Organe und verhindert deren Absinken.
- Abwehrfunktion (Schutz): Wehrt das Eindringen äußerer schädlicher Einflüsse (wie Krankheitserreger, Viren und andere pathogene Faktoren) ab und trägt dazu bei, bereits im Körpber vorhandene schädliche Einflüsse zu vertreiben.
- Qi-Umwandlung (Transformation): Bezeichnet den durch die Bewegung des Qi Ausgelösten Umwandlungsprozess von Substanzen und Energie im Körper. Beispiele hierfür sind die Umwandlung von Nahrung in Nährstoffe, die Umwandlung von Nährstoffen in Qi und Blut wowie die Umwandlung von Körperflüssigkeiten in Schweiß oder Urin im Rahmen des Stoffwechsels